Als ich von den AIESECern am Flughafen abgeholt wurde, habe ich mich irre gefreut, dass mich jemand abholt und ins Apartment bringt, und dass ich jetzt selbst Teil des AIESEC-Traineeships bin. Ich bin mitten in der Nacht angekommen, und ich konnte nichts von der Stadt und meiner Umgebung sehen. Nachdem ich meinen Mitbewohner und Kollegen Aron kennen gelernt habe, sass ich in meinem kleinen Zimmer, habe auf die Stadt geschaut (die Aussicht ist einfach fantastisch!) und meine Gedanken haben sich um eine Frage gedreht: Wie sieht der naechste Tag aus? Ich hatte keine Ahnung. Dieses Gefuehl war neu, aufregend und auch ein bisschen scary. Ich glaube, es ist ein einmaliges Gefuehl.
Dann, am nachsten Tag, der Blick auf mein neues Zuhause: ein sehr studentisches Apartment, die Hitze, der Laerm, der Verkehr, der Geruch. Die Armut, die Squatter-Area, die bettelnden Kinder. Die erste Taxi-Fahrt und die ersten Momente im Office, so viele neue Leute, das unbekannte Essen. Am Nachmittag der erste Spaziergang in Manila, die erste Busfahrt, die erste Mall, das erste Mal am Bay.
In den ersten Tagen ist so viel Neues auf mich zugekommen! Planungstage im Buero, die ersten Aufgaben, und gleich die ersten Verantwortlichkeiten, Projekte, Treffen, Emails, Telefonate. Nach den ersten Wochen die ersten frustrierenden Erfahrungen, Selbstzweifel, unbeantwortete Fragen, die Erkenntnis, wann und wie einen die fremde Kultur irritiert, wuetend macht und ueberrascht. Die ersten Trips, der erste ganz allein nach Donsol, dann Wandern in den Reisterassen, mit Leuten, die mir damals noch ubekannt waren und heute gute Freunde sind.
Heute, nach drei Monaten, irritiert mich die Kultur ab und an immer noch, und es gibt nach wie vor frustrierende Momente. Was dazu gekommen ist, ist eine ganze Flut von neuen Erfahrungen, die Sicherheit geben, neue Eindruecke, Einsichten, Gedanken. Wunderbare Augenblicke, auf den Reisen und hier in Manila, tolle Gespraeche mit meinen Freunden und Kollegen, unglaublich lustige Momente, fantastische Reisen!
Die Zeit hier auf den Philippinen rast nur so vorbeit, und mein Fazit nach drei Monaten ist wirklich mehr als positiv! Nicht, dass hier alles nur Sonnenschein ist, aber es sind gerade auch die herausfordernden Situationen, an denen ich wachse. Ich freue mich, dass es gerade mit David so gut klappt, und dass ich mich mit ihm und vielen anderen Freunden von daheim so regelmaessig und ausfuehrlich austauschen kann. Und, und das mochte ich wirklich ganz besonders betonen: Ein AIESEC-Praktikum ist einmalig, weil man schon im Vorfeld so viel ueber fremde Kulturen und Voelkerverstaendigung spricht. Es ist der Kontakt und der Austausch mit anderen Menschen, der uns toleranter werden laesst und die Erfahrung mit fremden Kulturen, die unseren Horizont erweitert. Und das setzt soviel Potential frei, weckt Kreativitaet und Gedanken, formt die Persoenlichkeit.
Eine einzigartige Erfahrung! Ich bin sehr gluecklich, dass ich diese Erfahrung gerade jetzt machen kann und ich freue mich, dass mir hier etwas ganz Besonderes bleibt
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