Montag, 22. September 2008

Negros - 20&21.8.2008

Der letzte Monat ist natuerlich auch ein Reisemonat: Letztes Wochenende war ich mit Sonia, Eva, Dorota und Lucie auf Negros, einer Insel in den Visayas, also im Herzen der Philippinen. Es war ein wunderschoenes Wochenende! Samstag Morgen ins Flugzeug (nach einiger Ueberredungskunst duerften wir sogar Lucie's Schweizer Messer mit ins Flugzeug nehmen...auf dem Rueckflug hats nicht mal jemand bemerkt...), dann direkt mit einem Auto zum Twin Lakes National Park, 20 km von der Hauptstadt Dumaguete entfernt.

Wir sind durch den Wald zum See gewandert, haben eine Bootstour gemacht - ganz ohne Touristen, Abgase, Verkehrslaerm. Einfach toll!!







Danach gings dann nach Dumaguete, eine relativ kleine (500.000 Einwohner) Universitaetsstadt. Dank den Englischkenntnissen der Filipinos sind wir gleich mit einer alten Dame ins Gespraech gekommen, die uns mehr ueber die Stadt und unser naechstes Reiseziel, Apo Island, erzaehlt hat. Ich finds immer super spannend, direkt mit den Leute zu reden und zu hoeren, was sie so ueber ihr Land denken. Gerade Politik ist immer interessant:

Die meisten Filipinos haben kaum Vertrauen in die Politik und in die Demokratie. Viele Politiker sind korrupt und mehr am eigenen Vorteil interessiert - ich habe hier schon zu schaetzen gelernt, dass unsere Demokratie in Deutschland funktioniert und die Politiker trotz aller Skandale und parteilichen Interessen relativ gut zusammen arbeiten. Klar gibt es auch bei uns viele suboptimale Zustaende, trotzdem funktioniert es weit besser als zum Beispiel hier in den Philippinen und in so vielen anderen Laendern der Welt.


Nach einem frische-Fruechte-Picknick in Dumaguete sind wir dann mit einer Banca (oder eher einer Nussschale) nach Apo Island gefahren.



Dank vulkanischem Ursprung sind die Straende auf Negros tatsaechlich schwarz! Sehr true :-)



Die Ueberfahrt war dank den hohen Wellen recht spannend. Auf Apo Island war dann Relaxen am Strand angesagt, total paradiesisch. Und fuer mich Tauchen am Sonntag, einer der tollsten Tauchgaenge, die ich hier ueberhaupt hatte. Die Unterwasserwelt ist so vielfaeltig und faszinierend, das alles andere doch recht unwichtig erscheint. Ich versuche jetzt, dieses wunderbare relaxte Gefuehl die Woche ueber zu retten :-)










Das Wetter war nicht 100 % optimal, es war sehr stuermisch, und da gabs dann am naechsten Morgen auch noch keine Elektrizitaet fuer Shakes. Das Inselleben ist schon sehr einmalig, auf Apo Island leben rund 700 Menschen, 300 davon Kinder. Die Menschen waren sehr freundlich und aufgeschlossen. Die Rueckfahrt nach Dumaguete war dann auch sehr spannend: Sturm, hohe Wellen, Regen - und das alles in der Nussschale...Und vom Strand dann mit dem Jeepney in die Stadt, natuerlich auf dem Dach, damit waren wir die Attraktion von allen (!!) Menschen am Strassenrand.





Am Abend gabs dann noch ein schoenes Abendessen auf der Stadt-Fiesta und ne Runde Drinks in einer Bar. Und am Morgen dann zum Flughafen und direkt in die Arbeit. Und seit dem bewahre ich das wunderbare relaxte Feeling vom Wochenende, allem anderen Stress zum Trotz. Sollte ich viel oefter versuchen, ist wirklich cool :-)
Ich bin mit meinen Gedanken schon immer mehr zu Hause, und ich freue mich auch schon auf viele Leute und ein paar andere schoene Sachen daheim, trotzdem kommt auch ganz schoen viel Abschiedsschmerz auf. Naechstes Wochenende gehts dann nach Davao, die groesste Stadt auf der Insel Mindanao im Sueden der Philippinen. Falls jemand von euch die Nachrichten hier verfolgt: Die muslimischen Extremistengruppen sind zwar auf Mindanao, aber weit weg von Davao. Die Stadt wird nach wie vor als sicher eingestuft, also kein Problem. Ich freu mich schon auf persoenliche Berichte in ein paar Wochen..

Bis dahin!

Montag, 15. September 2008

Was ist sonst noch so passiert - der letzte Monat bricht an...

Die letzten Wochen waren wirklich sehr aufregend hier, und genauso abwechslungsreich und spannend wie das ganz restliche Internship bisher. Meine neue Kollegin Eva aus der Slovakei ist angekommen, wir haben ein Planungswochenende mit meinem Team gehabt, und wir waren viel Party machen :-)

Das letzte Wochenende war dann ziemlich gechillt mit DVD schauen und einfach nichts tun. Ne Thaimassage hab ich mir noch gegoennt, das ist wirklich ne sehr intensive, yoga-ahenliche Massage mit Masseuse-laeuft-ueber-den-Ruecken und so. Cool! Und vor allem sehr erschwinglich hier, 75 min fuer gerade knapp 20 Euro. Das wird mir in Deutschland wirklich fehlen, genauso wie Manikuere und Pedikuere, das ist hier wirklich guenstig und sehr gut.

Am Wochenende hatte ich auch das erste Mal das Gefuehl, dass es jetzt langsam zu Ende geht. Hab auch schon ein grosses Paket, eine Balikbayan-Box, gekauft, damit ich alles was ich hier gekauft habe auch heimschicken kann. 20 Kilo im Flugzeug ist ja nicht gerade viel...Und so langsam fange ich an, wieder alles fuer die Uni zu organisieren, die ersten Tage daheim, und so weiter. Sehr komisch. Ich habe mich hier von Anfang an daheim gefuehlt, und das Leben in Manila hat mich trotz aller Beschwerlichkeiten immer begeistert. Der Verkehrslaerm gehoert zum Alltag, die Luftverschmutzung, der Verkehr an sich...jeden Morgen Jeepney fahren ist normal, und jeden Morgen die Menschen von der Slum-Area neben meinem Apartment zu begruessen.

Ich habe hier viel gelernt bei der Arbeit, und es kommt jeden Tag etwas neues dazu. Ich bin sehr dankbar fuer all die Erfahrungen und die Zeit hier. Auch wenn ich mich auch langsam schon wieder ein bisschen auf zu Hause freue, ist es sehr schwer, mich von meinen Freunden hier zu verabschieden. Ich sehe hier, dass Freundschaft und ein Fuereinander-da-sein, Empathie zeigen, nichts mit Kultur oder Distanz zu tun hat - wenn man die richtigen Menschen trifft, passt es einfach.

Gerade denke ich viel an das, was ich gelernt und erlebt habe, und natuerlich auch noch an die Zeit die vor mir liegt: Ein Wochenende auf Negros, ein Wochenende in Davao, zwei Tage Bangkok, drei Tage Hanoi! Und genau heute, in einem Monat, lande ich wieder in Stuttgart. Hoffe mal, dass es nicht allzu kalt ist, denn hier friere ich mittlerweile ab 25 Grad :-)

Hier gibts noch ein paar Pics vom Alltag:






Die Vision von Headway Business Services - We are the Number 1 Consultancy in adding value to the people of the Philippines by advancing your business.

Eine Firma ist eben doch nicht zum Geld machen da!! Wir wollen mehr.

Natuerlich hats auch mal wieder geregnet, und schon waren die Strassen wieder ueberflutet:



Neuer Dive-Spot Arnaiz Avenue...(direkt vor meinem Buero)



Kollegen beim Water-Spotting



Und ein Radfahrer - ob das Regencape wirklich was hilft?



Und zum Abschluss: ein Happy Horse!!
Red Horse ist meine lokale Lieblings-Biermarke, sehr feines Bier, extra stark - und ab und an gibts im Kasten noch eine Flasche Happy Horse mit lachendem Pferd vorne drauf und angeblich extra extra stark. Wir feiern, egal was kommt :-)

Wakeboarden Ende August

Jetzt habe ich schon so lang nichts mehr in den Blog geschrieben, ich hab schon ein ganz schlechtes Gewissen :-) Hier war tatsaechlich jede Menge los, und die Zeit vergeht wie im Flug. Vor drei Wochen war ich mit Freunden beim Wakeboarden, das war echt der Wahnsinn. Total cool! Sehr anstrengend, aber zumindest hab ich gleich den Start geschafft und es ging echt gut.

Auf der Rueckfahrt sind wir dann drei Stunden im 13 Grad kalten Aircon-Bus gefahren..Air Con gilt hier natuerlich als guter Service, da hilft auch keine Diskussion mit dem Fahrer. Brrrr. Total kalt. Ein paar Bilder gibts natuerlich auch:



Schoenes Resort am Strand



Juhu, ich mit dem Board



Seestern (But the stars we could reach were just starfish on the beach...)







Ebbe und Flut ist hier ab und an ziemlich stark. Im Vordergrund sieht man viel Muell, der einfach am Strand liegt. Obwohl es auch hier die Moeglichkeit gibt, den Strand und die Umgebung touristisch zu nutzen, ist es eher dreckig und verwahrlost. Mich macht das ziemlich nachdenklich - warum koennen die Menschen hier die natuerlichen Resourcen nicht besser nutzen?